Tiergestützte therapeutische Förderung

 

 

Warum Tiere?

Man kann davon ausgehen, daß Menschen mit Föderbedarf (z.B. behinderte oder entwicklungsverzögerte Kinder, demente Personen) im Besonderen, den Drang haben, mit der Natur und Tieren in Kontakt zu treten (Biophilie). So greifen die meisten Menschen direkt entzückt zu, wenn sie ein Babytier  vor sich sehen und wollen es berühren und am liebsten umsorgen und füttern.
Über diesen Urinstinkt sind auch Menschen mit Förderbedarf bzw. mit Beeinträchtigungen sehr gut zu erreichen. Sie treten zu Tieren verschiedenster Art gerne in Kontakt. Diesen Umstand macht sich die tiergestützte Arbeit zunutze, indem sie zwischen Mensch und Tieren  innerhalb eines gewissen Rahmens Kontakt herstellt aus dieser Situation Motivation für bestimmte Ziele erreicht.

Pferde und Delphine sind als Therapiehelfer schon bekannt, aber prinzipiell sind dafür auch viele andere  Tiere geeignet. Selbst ein Aquarium mit Fischen wird oft lange beobachtet und auch von wilden Tieren, die wir nie anfassen können, stellen oft einen außergewöhnlichen Reiz dar.

 

Wie können Tiere wirken?

Tiere wirken auf unterschiedliche Weise. Zunächst durch ihre Anwesenheit (z.B. ein Aquarium, auf das immer wieder der Blick fällt), durch Beobachtung oder durch die intensive  Beschäftigung mit ihnen. Auch hier kann man zwischen körperlichen, seelisch-geistigen und sozialen Wirkungen unterscheiden.

- körperliche Auswirkungen:  Tiere haben einen hohen Aufforderungscharakter und regen damit die Sinne und Lebensgeister an;  sie wirken entspannend und blutdrucksenkend
- seelisch-geistige Auswirkungen: das Selbstvertrauen und der Selbstwert wird gestärkt, Kompetenz wird erfahren; das Bedürfnis nach Nähe und Körperkontakt wird befriedigt;
- soziale Auswirkungen: sie regen die Kommunkation und die Auseinandersetzung mit der Umwelt an; sie wirken als sozialer und emotionaler Katalysator, d.h. sie erleichtern den Austausch mit anderen Menschen, den Leuten fällt es leichter, ihre Gefühle zu zeigen; Erinnerungen werden geweckt, alte Emotionen können ans Tageslicht gebracht werden (speziell bei alten Menschen)

 

 

 

                                                      

Ziele

Damit lassen sich entsprechende Ziele verwirklichen, die die tiergestützte Förderung anstrebt:

- körperliche Ziele: z.B.  bestimmte Bewegungen ausführen um mit dem Hund zu spielen oder ihn zu berühren, Anregung der Sinne und Lebensgeister, Entspannung
- seelisch-geistige Ziele: z.B. emotionale Öffnung, Aufmerksamkeit und Konzentration erreichen
- soziale Ziele: Kontaktaufnahme mit der Umwelt, Verantwortung, Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit
- Ziele können auch undefiniert bleiben, z.B. wird eine Situation geschaffen, in der eine Mensch - Tier Begegnung stattfinden kann; was sich daraus ergibt bleibt offen